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Tiergesundheit aktuell - Ausgabe Schwein 2/2009

19.06.2009

1. Mexikogrippe - ein Risiko für deutsche Schweinebestände

Influenzaviren sind pausenlos im Wandel, ständig bilden sich durch Mutationen und Vermischung einzelner Viren neue Stämme. Auffällig wird eine solche Veränderung des Grippeerregers, wenn er plötzlich besonders schwere Krankheitsbilder hervorruft und sich extrem rasch verbreitet oder wenn er eine Artgrenze überspringt. Die so genannte Schweinegrippe, ein zuerst in Mexiko festgestellter Stamm der Influenza A vom Typ H1N1, ist ein Grippevirus , das beim Menschen teils auffallend starke Krankheitsformen auslöst. Der Name „Schweinegrippe" ist falsch, denn zunächst infizierten sich ausschließlich Menschen, doch Anfang Mai zeigte sich in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Kanada: Auch Schweine können sich anstecken. Prof. Dr. Stephan Ludwig, Direktor des Instituts für molekulare Virologie der Westfälischen Wilhelms Universität in Münster, ist Sprecher des FluResearchNet, einem Verbund von Wissenschaftlern die sich als Teil der vom BMBF geförderten Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen mit der Erforschung von Grippeviren beschäftigen.

2. Fütterungshygiene: Futter und Trog müssen sauber sein

Dass festgebackene, farblich veränderte Futterreste aus dem Anmischbehälter nicht in den Schweinetrog gehören und dass die Leistungen regelmäßig gereinigt werden müssen, wissen Schweinehalter und Tierarzt. Denn Schweinefutter bietet auch unerwünschten Mitessern wie Bakterien, Hefen oder Pilzen jede Menge Nahrung. Welche Auswirkung verdorbenes Futter auf die Gesundheit der Schweine hat, beschreibt Angelika Sontheimer in folgendem Beitrag.

3. Schweineimpfungen: Warum gibt es so wenig Kombiimpfstoffe??

Mittlerweile sind beim Schwein recht viele Impfungen erforderlich und auch sinnvoll, doch fast jeder Impfstoff muss einzeln verabreicht werden. Um wie viel praktischer wären Kombiprodukte, die mit einer Impfung gleich mehrere Erkrankungen abdecken. Doch im Schweinebereich findet man diese Produkte so gut wie nicht, ganz im Gegensatz zum Kleintier- und Humanbereich. Warum das so ist, erklären Dr. med. vet. Karin Duchow und Dr. med. vet. Heike Gyra im Interview. Frau Dr. Duchow leitet das Fachgebiet Virusimpfstoffe II, Abteilung Veterinärmedizin des Paul- Ehrlich -Institut in Langen und ist Mitglied in der Ständigen Impfkommission Vet. (StlKo Vet.) im Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt). Frau Dr. Gyra ist stellvertretende Leiterin des Fachgebietes Bakterielle Impfstoffe und Immunsera Abteilung Veterinärmedizin des Paul- Ehrlich- Institut in Langen.

4. Ferkelgesundheit: Wie wirken Antikörper aus Eipulver??

Wie allgemein bekannt ist der Gesundheitsstatus der Ferkel ein wichtiger Faktor für den Erfolg in Schweinezucht und -mast. Durch mangelnde Immunität sind die Ferkel anfälliger in Stresssituationen und es kommt zu Verlusten durch Ferkeldurchfälle. Auch das Wachstumspotential der Tiere kann nicht ausgeschöpft werden. Eine Möglichkeit der Stärkung des Immunsystems könnten Antikörper aus Hühnereiern sein, wie Dr. Inge Heinzl berichtet.

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